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Erfahrungsaustausch der bayerischen Regionalmanager
Perspektiven und Erfolge der ländlichen Entwicklung

Landkreis Schweinfurt.
Die Jahrestagung des Kompetenznetzwerkes Regionalmanagements in Bayern („Bayern regional“) fand dieses Mal im Hohenbogenwinkel statt. Teilgenommen hat mit Holger Becker auch ein Regionalmanager aus dem Schweinfurter Land.

„Bayern regional“ versteht sich als nicht kommerzieller Interessensverband zur Stärkung des Informationsflusses zwischen den Regionalmanagements. Das Netzwerk hat einen offenen Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Akteuren als oberstes Ziel. „Bayern regional“ ist ein offenes Forum möglichst aller organisierten Regionalmanagements und Regionalinitiativen in Bayern.

Die 65 Teilnehmer der Tagung diskutierten über die Perspektiven und Erfolge der Regionalentwicklung. Gerade hinsichtlich der neuen EU-Förderperiode ab 2014 gab es interessante Einblicke und Diskussionspunkte.

Stellvertretender Landrat Egid Hofmann und der erste Bürgermeister der Stadt Furth im Wald, Johannes Müller, begrüßten die bayernweiten Gäste am Donnerstag im ATT. Sie betonten die Bedeutsamkeit des Regionalmanagements als aktives Mittel, gerade ländliche Regionen zu entwickeln.

Am ersten Tag in Furth im Wald zeichneten die Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten entsprechende Umrisse für zukünftiges Regionalmanagement, sei es gefördert durch das Wirtschaftsministeriums oder durch die EU-Förderkulisse LEADER. Im Anschluss stellten sich regionale Projekte vor, u. a. das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald, das Aktionsbündnis Cherchov und das Technologieprojekt „Tradinno“.

Bei einer Wanderung zum Drachensee zeigten sich die Tagungsteilnehmer beeindruckt, wie EU-Fördermittel zielführend für Hochwasserschutz und Freizeit, Erholung und Tourismus grenzüberschreitend eingesetzt werden können.

Der zweite Tag des Treffens im Haus zur Aussaat in Neukirchen b. Hl. Blut war vor allem durch das Einstiegsreferat des EUREGIO-Geschäftsführers Kaspar Sammer zur Arbeit der EUREGIOS und zur Initiative „Europaregion Donau-Moldau“ geprägt. Die Regionalmanagerinnen und -manager  nutzen die Gelegenheit für einen intensiven Erfahrungsaustausch und für einen entsprechenden Workshop, wie aus ihrer Sicht eine europäische Förderkulisse gestaltet sein sollte. Es wurde ein entsprechendes Papier erarbeitet.

Als Abschluss der Tagung zeigten sich die Teilnehmer sehr beeindruckt bei der Besichtigung des neuen Drachens „Tradinno“ in Furth im Wald, der gerade auf seinem ersten Weg in die Drachensticharena war.

Weitere Informationen über das Netzwerk und die Struktur unter www.bayernregional.org.

Das Regionalmanagement Schweinfurter Land im Internet unter:
http://www.lrasw.de/regionalentwicklung-swland.html

Tag des offenen Denkmals: Reisen, Handel und Verkehr
Landkreis Schweinfurt hat alle Denkmale in einem Flyer aufgelistet

Landkreis Schweinfurt.
„Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“ lautet das diesjährige Motto des „Tag des offenen Denkmals“, der heuer am Sonntag, 12. September 2010, stattfindet. Auch in diesem Jahr gilt demnach wieder: Die Palette der geöffneten Denkmäler ist groß.

Gezeigt werden können beispielsweise Kaufmanns- und Lagerhäuser, Häfen und Bahnhöfe, Pilgerwege, Wallfahrtsorte und historische Verkehrsmittel ebenso wie historische Orte der Migration und kulturellen Begegnung. Letzteres umfasst also auch den Einfluss fremder Baumeister und Handwerker auf die Architektur.

An dem europaweiten Aktionstag soll das Anliegen des Denkmalschutzes, die Kulturdenkmäler zu erhalten, einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden: In der Bevölkerung das allgemeine Interesse am kulturellen Erbe zu wecken, ist das wichtigste Ziel dieses europaweiten Aktionstages. Attraktiv dabei sind vor allem auch diejenigen Objekte, die der Allgemeinheit gewöhnlich nicht offen stehen.

Der Landkreis Schweinfurt hat zum Tag des Offenen Denkmals wieder einen Flyer, in dem alle beteiligten Denkmäler aufgelistet sind, herausgebracht. Das kleine Faltprospekt mit dem ausführlichen Programm gibt’s als PDF-Download auf der Homepage des Landkreises Schweinfurt unter www.lrasw.de. Interessierte können einfach in die Suchmaschine auf der Startseite den Begriff „Denkmalschutztag“ eingeben und werden so auf eine entsprechende Themenseite weitergeleitet.

Ausführlich über den Denkmalschutztag informiert die Internetseite www.tag-des-offenen-denkmals.de der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Delegation aus Osnabrück
Besichtigung der Biomüllvergärungsanlage

Landkreis Schweinfurt.
Im April 2008 ging am Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle Unterfrankens erste Biomüllvergärungsanlage in Betrieb. Seit dem Startschuss der innovativen Anlage finden dort regelmäßige Führungen statt; im Schnitt besuchen zwei Gruppen pro Monat die Anlage des Landkreises Schweinfurt.

So konnte Landrat Harald Leitherer (3.v.r.) kürzlich eine Delegation aus Osnabrück begrüßen. Gemeinsam mit Bundestagsabgeordneten Georg Schirmbeck, MdB (4.v.r.), informierten sich CSU-Kreistagsmitglieder über die Vergärungsanlage und über die Abfallwirtschaft des Landkreises Schweinfurt.

Landrat Leitherer informierte, dass der Landkreis Schweinfurt seit Januar 2010 nachbarschaftlich mit dem Landkreis Bad Kissingen zusammenarbeitet: Der dort anfallende Biomüll wird zur Biomüllvergärungsanlage am Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle geliefert. Diese in Unterfranken bisher einmalige Form der Zusammenarbeit, bietet für beide Gebietskörperschaften jeweils große Vorteile: Der Landkreis Bad Kissingen hat eine wirtschaftlich günstige und ökologisch hochwertige Verwertungsmöglichkeit in nächster Nähe gefunden sowie mit dem  Landkreis Schweinfurt einen verlässlichen Partner. Der Landkreis Schweinfurt wiederum kann seine innovative Anlage mit den jährlich rund 9500 Tonnen Biomüll aus dem Nachbarlandkreis für die nächsten Jahre perfekt auslasten.

Heiko Glöckler (Abfallwirtschaft Landkreis Schweinfurt, Leitung Deponiebetrieb; links im Bild) erklärte, dass die Biovergärungsanlage im Wesentlichen aus acht Fermentertunneln sowie einem Perkolatfermenter besteht. Die Fermentertunnel werden mit Bioabfall gefüllt, kurz zur Erhitzung belüftet und anschließend luftdicht abgeriegelt. Mit dem beheizten Kreislaufwasser aus dem Perkolatfermenter wird der Bioabfall bewässert. Dadurch werden die gelösten organischen Stoffe ausgeschwemmt. Durch verschiedene biologische Prozesse in den Fermentertunneln und im Perkolatfermenter entsteht Biogas. Dieses wird in Gasspeichern gesammelt und zum Gasmotor gefördert, der daraus Strom und Wärme erzeugt.

Nach zirka drei bis vier Wochen werden die Fermentertunnel entleert und das vergorene Material zu Kompostmieten aufgesetzt. Das nach regelmäßigem Umsetzen in einem Zeitraum von wenigen Wochen verrottete Material wird abgesiebt und als gütegesicherter Kompost vermarktet.

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Landkreis Schweinfurt